Der Kampf gegen den Abstieg begann so, wie man es anhand der Affiche erwarten musste: Beide Seiten wirkten nervös und von einem geplanten Aufbau war zunächst nichts zu erkennen. Nach einer ganzen Serie individueller Fehler in der Oensinger Abwehr landete der Ball vor Elias Mäglis Füssen, der das Geschenk kaltblütig zum frühen 1:0 für Welschenrohr nutzte.

„Unsere erste Viertelstunde war wirklich schlecht", analysierte nach dem Spiel Oensingens neuer Trainer Andreas Frei, „aber dann folgte eine positive Reaktion." Er hat das Amt in der Winterpause still und heimlich von seinem Vater Ernst Frei übernommen und mit guten Resultaten den Zusammenschluss am Tabellenende geschafft. „Mein Sohn ist genauso fussballverrückt wie ich", sagte der in der Solothurner Fussballszene legendäre Ernst Frei über seinen Nachfolger, „es genügt, wenn ich ihn jetzt aus dem Hintergrund noch ein wenig unterstütze. Andreas macht das bereits hervorragend."

Tatsächlich übernahm Oensingen die Initiative, bestimmte das Geschehen und machte Druck. In der 36. Minute wurden die Gäste für ihre Anstrengungen mit dem Ausgleich belohnt. Samoell Prenaj lief mit dem Ball am Fuss an der Strafraumgrenze im Stile eines Ribéry zur Mitte und schoss gegen die Laufrichtung das 1:1.

Das Bild änderte sich in der zweiten Halbzeit nicht. Welschenrohr musste sich dominieren lassen. Zunächst lupfte Patrik Gjokaj zwar den Ball noch knapp über das Tor, aber insgesamt war Oensingen spielerisch deutlich besser und machte mit einem Doppelschlag nach etwas mehr als einer Stunde alles klar und der Volleyschuss von Bozo Krizanovic zum 3:1 für Oensingen war sehenswert. Danach kontrollierten die Gäste das Geschehen, indem sie den Ball in den eigenen Reihen laufen liessen und die Thaler in die Verzweiflung trieben.

Welschenrohr konnte also nicht wirklich reagieren. „Es fehlten uns fünf Stammspieler, was die Mannschaft nicht kompensieren kann", erklärte Fabian Furrer, der an der Seitenlinie in der Winterpause das Kommando von Trainer Adis Kesedzic übernommen hatte, die offensichtlichen Mängel. Aber immerhin: Alle, die auf dem Platz standen, zeigten Charakter und Wille, aber es fehlte Erfahrung und Qualität. Vor allem fehlten bei der Angriffsauslösung die Ideen und die Präzision", analysierte Furrer. „Wir müssen uns nun mit dem Abstieg zurechtfinden. Für den FC Welschenrohr ist das keine Katastrophe. Die Mannschaft will zusammenbleiben. Bei uns bekommen die Junioren eine Chance, denn auf der Ersatzbank werden sie nicht besser. Wir werden in der 3. Liga Anlauf holen, um in zwei, drei Jahren umso stärker zurückzukommen."

Welschenrohr – Oensingen 1:3 (1:1)

Mühlacker. - 160 Zuschauer. - SR Ritter.

Tore: 7. Mägli 1:0. 36. Prenaj 1:1. 64. Gjokai 1:2. 68. Krizanovic 1:3.

Welschenrohr: Hug; Christ (85. Husistein), Stampfli, Gribi, Christ; Mägli, M. Müller, Widmer, Altermatt (71. Eggenschwiler), Fink, D. Müller (56. Danila).

Oensingen: Andric; Engel, Rexhepi, Bilalli (70. Qadruku), Beqiri; Gjokaj, Radonjic, Studer, Prenaj (88. Bigzad); Krizanovic, Djuric (80 Mumdzic).

Co-Sponsor
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